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Magazin Private Selection Stories

Ab auf die Insel

Wasser, soweit das Auge reicht

Auf einer Insel zu leben, ist trotz dichtem Flugnetz und unzähligen Fährverbindungen immer noch eine Besonderheit. Denn da, wo einen das Meer vom ganzen Rest der Welt trennt, gelten andere Gesetze von Raum und Zeit – auf Sylt ebenso wie auf Mallorca.

Im Winter 1838/39 lebten die französische Schriftstellerin George Sand, ihre beiden Kinder und ihr damaliger Partner Fréderic Chopin auf Mallorca.

Die Insel war damals noch gänzlich unbekannt. Nur eine Fährverbindung pro Woche verband sie mit dem Festland. Die Fähre transportierte vor allem Schweine. Der Aufenthalt gestaltete sich alles andere als einfach. In Palma gab es noch kein einziges Hotel. Die Einheimischen begegneten dem unverheirateten Paar mit Misstrauen. Im Hinterland fanden sie eine Unterkunft.

Doch als Chopin krank wurde, warf der Vermieter die Gäste aus Angst vor Ansteckung aus dem Haus. So logierte die Familie fast den ganzen Winter über in einer eisig kalten Mönchszelle im Kloster Valdemossa – und Chopin wurde noch kränker, als er schon war. Doch er schaffte es, hier seine Préludes zu vollenden. George Sand genoss indessen die wilde Küstenlandschaft im Westen der Insel – und hielt ihre Beschreibungen in einem Buch fest: «Ein Winter auf Mallorca» heisst es und gilt als Klassiker der Reiseliteratur.


Wir können gut nachvollziehen, welche Anziehungskraft dieses Leben in Abgeschiedenheit auf manche von der Welt erschöpften und ihrer Illusionen beraubten Seelen ausübt.


Dies schrieb die Dichterin über Valdemossa. Heute ist der Ort eine kulturelle Pilgerstätte mit Tausenden von Besuchern jeden Tag. Doch wer im Winter nach Mallorca reist, findet noch die Ruhe, die von einem Leben auf der Insel ausgeht. Im HOTEL BONSOL etwa, einem Haus, das nach einer kurzen Winterpause schon anfangs Februar wieder öffnet. Ausserhalb von Palma über einer malerischen Bucht gelegen, ist das im maurischen Stil gebaute Anwesen die perfekte Kulisse, um sich mit Stil zurückzuziehen. Das Interieur mit Antiquitäten und alten Gemälden verströmt herrschaftliche Schlossatmosphäre. Ein prachtvoller Salon mit Kaminfeuer lädt zum Verweilen ein. Der grosse Gartenund abgeschiedene Strand bieten ein Maximum an Privatsphäre. Hier rückt selbst im Sommer die geschäftige Hauptstadt Palma in weite Ferne und man vergisst, die Tage in Stunden einzuteilen.


Auch die INSEL SYLT im Norden Deutschlands übt diese Faszination auf ihre Besucher aus. Vor allem im Süden der Insel, der erst vor zehn Jahren touristisch erschlossen wurde, lässt sich das Inselleben besonders komfortabel geniessen. Dort steht das BUDERSAND HOTEL – GOLF & SPA – SYLT, ein Luxus-Resort mit Spa und Golfplatz.

Seine moderne, schlichte Architektur mit grossen Fensterfronten holt die Umgebung ins Haus: nichts als Dünen, Himmel und die See. Ganzjährig geöffnet, bildet es vor allem im Winter den perfekten Rückzugsort weit weg vom üblichen Trubel in der Jetset-Destination. Nördlich davon zog die Insel schon früher bekannte Persönlichkeiten an. Der Schriftsteller Theodor Storm traf sich dort bereits 1887 mit prominenten Freunden und Bekannten. Jeden Tag unternahm man lange Spaziergänge den einsamen Stränden entlang und Storm hielt alles in einem Tagebuch fest.


In der unvollendet gebliebenen Sylter Novelle erzählt er von Dünengeistern und anderen Gestalten aus Sylts Sagenwelt. In jüngerer Zeit hat der Liedermacher Reinhard Mey die Insel in diversen Liedtexten verewigt. Andere haben ihren liebsten Rückzugsort sogar als letzte Ruhestätte gewählt: In Keitum im Inselzentrum sind Peter Suhrkamp, Gründer des Suhrkamp- Verlags, sowie Rudolf Augstein, Gründer des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel», begraben.